Gürtelrose

Bei Gürtelrose (Herpes Zoster) handelt es sich um eine typische Viruserkrankung, die nicht nur einen recht typischen Hautausschlag, sondern dazu auch gewisse Schmerzen verursachen kann. Grundsätzlich sehen die Chancen gut, dass die Symptome auch ohne eigenes Zutun innerhalb von nur wenigen Wochen wieder abklingen.

Eine Behandlung ist dennoch wichtig, um Komplikationen während des akuten Verlaufs der Krankheit zu verhindern. Doch was sind die Ursachen für Gürtelrose, wie lässt sich die Krankheit erkennen. Wie kann die Krankheit gleichsam behandelt werden und was sind Wege, um sogar die Ansteckung zu verhindern?

guertelrose

Die Ursache von Gürtelrose

Für das Auftreten der Gürtelrose ist das sogenannte Varizella-Zoster-Virus (VZV) verantwortlich. Dieses zählt zu der Gruppe der Herpes-Viren und kann außerhalb des menschlichen Körpers nur kurze Zeit überleben. Dennoch lässt es sich nicht nur über den direkten Kontakt von den Schleimhäuten zu einer infizierten Person übertragen. Hinzu kommt die Schmierinfektion, die beispielsweise über die gemeinsame Nutzung eines Glases oder Handtuchs stattfinden kann. Auf der anderen Seite kann Gürtelrose auch über eine klassische Tröpfcheninfektion übertragen werden.

Ist das Varizella-Zoster-Virus (VZV) erst einmal in den Körper gelangt, so kann es von dort nur noch schwer vertrieben werden. Über die Schleimhäute befällt es so die Wirtszellen, in denen die eigene DNA vervielfältigt werden kann. Tatsächlich sind die zeitlichen Differenzen zwischen der Infektion und dem Ausbrechen der Symptome relativ groß. In vielen Fällen liegt die Infektion dabei sogar schon Jahre zurück, bis die Krankheit später auftritt. Beim Ausbruch der Krankheit ist es aber in der Tat oft gar nicht mehr möglich, den genauen Zeitpunkt der Infektion ausfindig zu machen.

Symptome von Gürtelrose

Weiterhin ist es wichtig, die Symptome der Gürtelrose möglichst schnell einzuordnen. Dies liegt daran, dass die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung zu diesem frühen Zeitpunkt noch am besten stehen. Häufig werden aber bereits die ersten auftretenden Symptome von der Gürtelrose ignoriert, weshalb die Erkrankung nicht mehr an ihrer weiteren Ausbreitung gehindert werden kann. Zugleich erfolgt bei einem Arztbesuch neben einer gründlichen Untersuchung auch eine Befragung zur früheren Krankheitsgeschichte. Daran sollte sich in der Regel auch zeigen, ob es sich um eine ähnliche Erkrankung der Haut handeln kann, die alternativ behandelt werden muss.

Die Symptome von Gürtelrose machen den Patienten meist sehr zu schaffen. Denn gerade der starke Ausschlag und die damit verbundenen Schmerzen klingen über einige Zeit hinweg nicht ab. Besonders hilfreich wäre es, bereits die Prodromalstadium der Gürtelrose zu identifizieren. Hier klagen die Betroffenen in der Regel vor allem über Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Fieber. An diesen Stellen treten nun auch Schmerzen und Rötungen auf, die sich innerhalb von etwa 12 bis 24 Stunden bilden. Die Symptome von Herpes Zoster halten bei einem Patienten mit einem gesunden Immunsystem etwa zwei bis drei Wochen lang an. Dann hat der Körper die Möglichkeit, sich gegen diese Phänomene zur Wehr zu setzen und damit Abhilfe zu schaffen. Bei Personen, die unter einem schwächeren Immunsystem leiden, können die Symptome auch über einen längeren Zeitraum konstant bleiben.

Der Zoster liegt in sehr vielen Fällen einseitig vor. Dies bedeutet, dass die Gürtelrose nur eine Körperhälfte betrifft. Dies ist ein guter Weg, um die Erkrankung von vielen anderen Infektionen abzugrenzen. Die Symptome selbst wandern dabei nur in sehr seltenen Fällen auch auf die andere Seite des Körpers. Wer nun die Gürtelrose daran identifiziert, kann noch zu einem passenden Zeitpunkt mit der Behandlung beginnen.

Wie lässt sich Gürtelrose behandeln?

Die symptomatische Therapie

Grundsätzlich ist es schwer, eine vorhandene Gürtelrose noch vollständig zu heilen. Zwar ist ein Abklingen der vorhandenen Symptome zu erwarten, doch zugleich lässt sich das Virus selbst nicht mehr vollständig aus dem Körper vertreiben. Die Betroffenen bemerken aber zu einem späteren Zeitpunkt nichts mehr von ihrer Infektion, auch erneute Ausbrüche der Krankheit sind eher selten. Die Behandlung zielt dabei nun primär darauf ab, die auftretenden Schmerzen zu lindern und für ein Abklingen der allgemeinen Symptome zu sorgen. Weiterhin wird versucht, die Haut selbst positiv zu beeinflussen und einen Teil zu ihrer Regeneration beizutragen.

In der Regel erfolgt die Behandlung je nach Stadium mit antiseptischen sowie austrocknenden und krustenlösenden Salben. Dies soll die geschwächte Haut zugleich vor einer weiteren bakteriellen Infektion bewahren, die ansonsten wahrscheinlich wäre. Als Hausmittel bieten sich in der Phase der Bildung von Bläschen feuchte Umschläge an. Zugleich können austrocknende Cremes einen Teil dazu beitragen, die Erreger noch schneller aus dem Körper zu befördern.

Für akute Schmerzen, die bei Herpes Zoster mitunter sehr stark sein können, verschreiben die Ärzte in aller Regel passende Schmerzmittel, die von den Patienten regelmäßig eingenommen werden. Tatsächlich reichen leichte Wirkstoffe, wie beispielsweise Ibuprofen oder Diclofenac, oft schon gar nicht mehr aus, um noch für Besserung sorgen zu können.

Die antivirale Therapie

Während die symptomatische Therapie darauf abzielt, die Schmerzen zu lindern, geht es bei der antiviralen Therapie in erster Linie um die Einschränkung der Erreger. Die eingesetzten Virostatika sorgen dafür, dass sich die Viren im Körper nur noch eingeschränkt vermehren können und es so zu einer allgemeinen Verbesserung des gesundheitlichen Zustands kommt. Ärzte verzichten allerdings oft bei jungen Personen darauf, diese Mittel einzusetzen. Eine Form der antiviralen Therapie ist allerdings für diese Patientengruppen unerlässlich:

  • Personen im Alter von über 50 Jahren
  • Gürtelrose an Kopf und Hals
  • intensives Krankheitsbild
  • immunschwache Patienten
  • Patienten mit atopischen Hautkrankheiten

Auch bei der antiviralen Therapie ist es von größter Bedeutung, dass sie möglichst frühzeitig beginnt. Im besten Falle wird so schon maximal zwei bis drei Tage nach der Entdeckung der Symptome mit der Medikation begonnen. Zusätzlich werden häufig entzündungshemmende Mittel eingesetzt, um einen Teil zur Besserung von Herpes Zoster beizutragen und weitere Komplikationen zu verhindern.

Wie kann ich Gürtelrose vorbeugen?

Es gibt tatsächlich verschiedene Möglichkeiten, um das eigene Risiko einer Gürtelrose zu senken. Zugleich ist es allerdings nicht möglich, eine eigene Ansteckung dadurch ganz und gar auszuschließen. Zum einen zeigen Studien sehr deutlich, dass eine Impfung gegen Windpocken das Risiko einer Gürtelrose deutlich senken kann. Tritt die Krankheit später im Erwachsenenalter doch auf, ist sie mit deutlich geringeren Komplikationen verbunden.

Tatsächlich kann eine gute Hygiene immer einen Teil dazu beitragen, Krankheitsrisiken zu senken. Da sich viele Personen allerdings schon in frühster Kindheit mit den Erregern infizieren, ist damit keine effektive Vorbeugung gegen Herpes Zoster möglich.

Seit dem Jahr 2013 ist zudem eine Impfung vorhanden, die gegen Gürtelrose eingesetzt werden kann. Diese beugt in erster Linie chronischen Schmerzen vor, welche dabei sehr häufig zutage gefördert werden. Zugelassen ist die Impfung allerdings erst für Personen, die ihr 50. Lebensjahr bereits vollendet haben. Eine offizielle Impfempfehlung gibt es derweil nicht. Falls die Schutzimpfung für Sie in Frage kommt, lassen Sie sich einfach durch ihren Arzt beraten.