Tipps & Tricks

Das Vorbeugen gegen ein unsichtbares Virus, das mehr als die Hälfte der Bevölkerung bereits in sich trägt, fällt natürlich schwer. Aus dem Grund sollte der Blick nun auf einige Tipps und Tricks geworfen werden, die genutzt werden können, wenn es bereits zu einer eigenen Infektion gekommen ist. Dadurch ist es zum einen möglich, den Verlauf der Krankheit bei sich selbst in einer positiven Art und Weise zu beeinflussen.

Auf der anderen Seite bietet sich dadurch auch die Chance, andere Menschen vor der Gefahr zu schützen und Komplikationen zu vermeiden.

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Ausbreitung frühzeitig verhindern

Zunächst einmal ist es wichtig, sich selbst darüber im Klaren zu sein, dass Herpes in jeglicher Form sehr leicht ansteckend ist. So kann sich beispielsweise der Herpes genitalis nicht nur über den direkten Kontakt von Schleimhäuten, sondern sogar über eine Schmier- und Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch bewegen. Vor dem Hintergrund ist es also von großer Bedeutung, selbst einige Wege zu kennen, mit denen die Ansteckung weiterer Personen direkt verhindert werden kann.

Das Teilen gemeinsamer Gläser oder Handtücher mit einer infizierten Person sollte für den Zeitraum der akuten Phase vermieden werden. Gleichsam ist es wichtig, mit Lippenherpes nicht den eigenen Partner oder eine andere Person zu küssen. Denn die Wahrscheinlichkeit, damit eine Infektion nach sich zu ziehen, ist sehr groß.

Medikamente griffbereit halten

Tatsächlich ist damit zu rechnen, dass auch eine Person aus dem eigenen Haushalt einmal an einem Herpes laboriert. Während der ersten Phase, in der die Symptome leicht auftreten, kann ein endgültiger Ausbruch der Krankheit sogar noch verhindert werden. Dafür ist allerdings eine sehr schnelle Reaktion notwendig, die im besten Fall über ein antivirales Mittel erfolgt. Wer solche Medikamente in der eigenen Hausapotheke hat, sichert sich so die Chance, schnelle Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Viele Mittel können über Jahre hinweg aufbewahrt werden, sodass es sich durchaus um eine lohnenswerte Investition in die eigene Gesundheit handelt.

Zum einen kann es sich hier um Medikamente handeln, welche die Viren in den Wirtszellen an ihrer weiteren Ausbreitung hindern. Gegen die Bläschen, die sich auf der Oberfläche der Haut bilden, gibt es zudem verschiedene Gels und Cremes, die eine gute Wirkung zeigen können. Sie sorgen für ein Austrocknen der Bläschen, die so innerhalb von nur wenigen Tagen zurückgebildet werden und keine Narben hinterlassen.

Immunsystem stärken

Kommt es bei den verschiedenen Krankheiten, die durch das Herpes-simplex-Virus ausgelöst werden, zu einem Ausbruch der Symptome, so befand sich der Erreger in der Regel schon über längere Zeit im Körper. Dort wurde er allerdings nicht als ein Fremdkörper erkannt und konnte sich so innerhalb der Nervenzellen einnisten. Für ein Auslösen der Krankheit benötigt es so einen gewissen externen Faktor, der dafür in der Verantwortung steht. Zum einen kann es sich hierbei um eine weitere Infektion mit anderen Erregern handeln, die das Immunsystem schwächt. Auf der anderen Seite kann auch zu starke Sonneneinstrahlung dafür verantwortlich sein, dass sich die verschiedenen Effekte einstellen.

Wer bereits den Ausbruch von Herpes auf der Haut verhindern möchte, kann das eigene Immunsystem das ganze Jahr über stärken. Wichtig ist dabei zunächst eine Form der gesunden und vollwertigen Ernährung. In dieser kommt gerade den Mineralstoffen und Vitaminen eine große Bedeutung zu, da diese das Immunsystem aktiv unterstützen und stärken.

Kleine Abstecher an die Sonne, bei der aber auf den notwendigen Schutz vor einer Überdosis an UV-Strahlen geachtet wird, können bei der Produktion von Vitamin D behilflich sein. Dieses kann in den kalten und dunklen Monaten des Jahres alternativ auch über verschiedene Pilze zugeführt werden, in denen es enthalten ist. Sollte auch dies in der Praxis nicht möglich sein, so bietet sich noch die Chance, auf eine künstliche Supplementierung mit den Wirkstoffen in einer besonders hohen Konzentration zu setzen.

Die betroffenen Stellen kühlen

Tatsächlich breiten sich Viren in erster Linie in einer warmen und feuchten Umgebung sehr gerne aus. Deshalb lohnt es sich, die betroffenen Stellen direkt zu Kühlen, wofür normale Pads oder aber kaltes Wasser und Eiswürfel verwendet werden können. Zum einen kann dies das Immunsystem dabei unterstützen, die Erreger zu bekämpfen. Auf der anderen Seite ist es möglich, sich so selbst eine Linderung des Juckreizes zu verschaffen, für die das Herpes-simplex-Virus immer wieder sorgt.

In der Tat ist diese Kühlung also sehr wohltuend. Doch sie kann an und für sich eben keine Behandlung der Krankheit ersetzen. Während der normale Lippenherpes in aller Regel innerhalb von nur zwei Wochen wieder vollständig und ohne Rückstände abheilt, ist dies bei den anderen Formen der Krankheit eben nicht so leicht möglich.

Infektion weiterer Körperstellen verhindern

Zunächst tritt der Herpes beim Menschen bekanntlich an einer bestimmten Stelle auf. In der Folge dessen kann er sich aber auch auf die anderen Regionen des Körpers ausbreiten, worauf es speziell zu achten gilt. Von Bedeutung ist dabei auch die Flüssigkeit, die sich innerhalb der Bläschen ansammelt, die der Herpes verursacht. Denn darin befinden sich die Viren selbst in einer sehr hohen Konzentration, wodurch eine weitere Ansteckung des eigenen Körpers und anderer Personen über diese Flüssigkeit alles in allem sehr wahrscheinlich ist.

Zunächst gilt es deshalb, das Platzen der Bläschen zu verhindern, welches ansonsten schon wenige Tage nach dem Ausbruch der Krankheit auftritt. Dazu gibt es spezielle Cremes und Gels, die eine austrocknende Wirkung auf die Haut haben. Sollten die Bläschen dabei bereits aufgeplatzt sein, ist es wichtig, sie so gründlich wie nur möglich zu reinigen und dabei selbst nicht zu sehr in den Kontakt mit den Erregern zu kommen.

Dies hat den Hintergrund, dass ansonsten andere Partien des Gesichts, wie Augen oder die Schleimhäute der Nase, ebenfalls sehr schnell infiziert werden können. Dadurch fällt es in der Folge auch schwerer, die Infektion noch in den Griff zu bekommen.

Alkohol zur Desinfizierung

Die Desinfizierung ist vor allem dann von Bedeutung, wenn es zu offenen Wunden durch das Platzen der Bläschen auf der Lippe oder im Bereich der Genitalien gekommen ist. Die austretende Flüssigkeit ist hoch infektiös und sollte daher direkt und sauber entfernt werden. Die Bildung von Narben kann ebenfalls durch eine sorgsame Form der Desinfizierung verhindert werden. Da nicht jeder Haushalt direkt über ein passendes Mittel verfügt, bietet hochprozentiger Alkohol hier eine gute Alternative. Dieser sollte vorsichtig mit einem Tupfer auf die betroffenen Stellen der Haut aufgetragen werden. Dadurch kann die natürliche Heilung der Stellen aktiv vorangetrieben werden.